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Schwäbische Zeitung Sigmaringen vom 31.10.2011

Saubachkome.de: Urschwäbisch, aalglatt, saukomisch

(sr) Die Veringer Turn- und Festhalle war am Samstag bis auf den letzten Platz besetzt. Grund dafür waren die Komödianten der Saubachkome.de aus Äpfingen, die auf Einladung der Veringenstädter Frauengemeinschaft einen Comedy-Abend allererster Güte veranstaltet haben. Die Benefizveranstaltung wurde zugunsten der Notfallseelsorge des Landkreis Sigmaringen ausgerichtet. Nach drei Stunden urschwäbischer Situationskomik, genialen Wortspielereien, skurrilen Sketchs und herrlich verschwäbischten Songs fand der Abend sein Ende.

"Lachen und Weinen im Leben sind sehr nahe beieinander, daher möchten wir den Erlös unserer dritten Comedy Veranstaltung der Notfallseelsorge Sigmaringen zukommen lassen", erläuterte Tanja Pfaff vom Organisationsteam bei ihrer Begrüßung. Bürgermeister Armin Christ sprach ebenfalls ein kurzes Grußwort sowie Winfried Fritz von der Notfallseelsorge. Fritz erläuterte in kurzen Zügen die Struktur und das Aufgabengebiet der Notfallseelsorge, die in Sigmaringen seit rund zehn Jahren existiert. Als einmalige Unterstützung unmittelbar vor Ort, beispielsweise bei einem Unfall, leisten die 45 ehrenamtlich tätigen Männer und Frauen als Begleiter in den ersten Stunden wertvolle Hilfe zur Bewältigung des Erlebten. Da die Finanzierung der Notfallseelsorge rein über Spenden funktioniere, freute sich Fritz ganz besonders über die Spendenbereitschaft der Frauengemeinschaft. Er werde oft gefragt, wie man sich vorbeugend auf eventuelle Schicksalsschläge vorbereiten könne, erzählte Fritz. Er antworte immer dasselbe: Intensiv leben um Kraft zu tanken und schöne Stunden, so wie an diesem Abend, bewusst zu erleben. Damit war der Startschuss für die Äpfinger Truppe gegeben. Und diesen Part, den Gästen einen lustigen Abend zu bescheren, wurde von den Spaßvögeln der Saubachkome.de mehr als zu genüge erfüllt.

Gleich zu Beginn wurde der Grönemeyer Klassiker "Männer" von den überzeugten Landeiern für "Städter", die es nicht leicht auf der Welt haben, umgeschrieben. Der Reigen setzte sich fort mit dem Dämmerschoppen, wo der Standesbeamte seinen schweren Berufsstand aufgrund exotischer Namensgebung beklagt. Der "Reigschmeckta", der den Weg wissen will ist die Herausforderung für den Schwaben schlechthin. Bei Schorsch alias Markus Burkhardt, dem einfach strukturierten Junggesellen, der seine Visitenkarte unter den anwesenden Damen im Publikum freigebig verteilt sind die ersten Lachtränen fällig. Wohlgemerkt, Schorsch würde auch Bewerberinnen nehmen, die noch nicht alleinerziehend sind, dies aber gerne werden würden. Im zweiten Teil des Abends jagte ein Höhepunkt den nächsten. Spätestens jetzt gab es kein Halten mehr. Als die drei Brüder Alwin, Egon und Edgar Hagel als BeHas (abgeleitet von Bee Gees-Gebrüder Gibb) mit deren Songs die Bühne betraten kippte die Stimmung regelrecht in das Saturday Night Fever ab. Dementsprechend fordernd war das Publikum - nach drei Zugaben von der Truppe durften die Comedians endlich die Bühne verlassen.

Im nächsten Jahr existieren die Äpfinger seit zehn Jahren und feiern ihr Jubiläum mit einem neuen Programm. Man darf sich schon heute darauf freuen.



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